Wirtschaftspolitische Strategie zur Verhinderung einer Kaufkraftreduktion der Bevölkerung
Originaltext der Frage(n):<br /> <br /> Wie gedenkt die Bundesregierung der Gefahr einer Kaufkraftreduktion der Bevölkerung und einem entsprechenden Binnennachfragerückgang samt Umsatzeinbrüchen wirtschaftspolitisch entgegenzuwirken, ohne durch neue Schuldenaufnahme die Geldmenge und Inflation noch weiter zu erhöhen, da in den letzten 18 Monaten erhebliche Preisanstiege infolge der unternehmerischen Kostenweitergabe nicht substituierbarer Inputgüter (Rohstoffe, Strom) stattfanden – akkumuliert liegen die Preisanstiege für diesen Zeitraum bei ca. 12 bis 15 Prozent entsprechend der Inflationsraten einschlägiger geldpolitischer Quellen und ebenso laut Dr. Markus Krall (Degussa), aber diese Preisanstiege gleichzeitig en gros nicht mit einem entsprechenden Lohnanstieg der Arbeitnehmer einhergegangen sind, da die Unternehmen die höheren nominalen Verkaufserlöse für die höheren Inputgüterpreise benötigten und kein Spielraum für starke Lohnerhöhungen haben, und wieso konkludiert die Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Reformprogramms (NRP), entgegen dieser ökonomischen Evidenzen, welche auch aus ihrem eigenen Jahreswirtschaftsbericht hervorgehen, dass erneut ein "Fachkräftemangel" Deutschlands größtes ökonomisches Problem sei, obwohl die oben beschriebene Bedrohung einer gefährlichen Rezessionsspirale nach gesamtwirtschaftlichen Gesichtspunkten weitaus dringlicher erscheint?