Pläne des BMAS zur Beschleunigung der Liberalisierung des Arbeitsmarkts und zur Erleichterung der Befristung von Arbeitsverträgen
Originaltext der Frage(n):<br /> <br /> Wie steht die Bundesregierung zu in den Medien zitierten Plänen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, noch im Mai 2010 die Liberalisierung des Arbeitsmarktes voranzutreiben und die Befristung von Arbeitsverträgen zu erleichtern, indem Unternehmen mehr Möglichkeiten eingeräumt werden, Arbeitsverträge zeitlich zu begrenzen, ohne dafür eine juristisch überprüfbare Begründung liefern zu müssen, und würde die Bundesregierung solche Schritte unabhängig von konkreten Plänen begrüßen, obwohl aktuelle Zahlen belegen, dass schon heute jeder zweite neu abgeschlossene Arbeitsvertrag befristet ist und sich die Wissenschaft in weiten Teilen darin einig zeigt, dass die damit verbundene Unsicherheit für die weitere Lebensplanung der Arbeitnehmer auch volkswirtschaftlich kontraproduktive Effekte zeigt, da insbesondere die überdurchschnittlich häufig betroffenen jüngeren Arbeitnehmer Konsumentscheidungen und Familienplanung zurückstellen und sich zudem die mit Befristungen meist verbundene geringere Motivation der Arbeitnehmer wiederum auf die Produktivität auswirkt?