Jahreswirtschaftsbericht 1992 der Bundesregierung (G-SIG: 12000745)
Bedeutung der sozialen Marktwirtschaft für die Wirtschaftsentwicklung in Gesamtdeutschland; Festigung günstiger Rahmenbedingungen für umweltgerechtes Wachstum und Preisstabilität u.a. durch Konsolidierung der öffentlichen Haushalte, wachstums- und beschäftigungsorientierte Steuerpolitik, stabilitätsgerechte Geldpolitik und verantwortungsgerechte Tarifpolitik; strukturelle Erneuerung in den neuen Bundesländern u.a. durch Beschleunigung privater und öffentlicher Investitionen, Verbesserung der Absatzchancen, konsequente Fortsetzung des Treuhand-Auftrags sowie der Privatisierungspolitik auch in den alten Bundesländern, aktive Arbeitsmarktpolitik, Qualifizierung und Ausbildung, Ausrichtung der Regionalpolitik in Ost und West auf unterschiedliche Voraussetzungen, neue Akzente in der Wohnungsbau- und Energiepolitik; Sicherung der Standortqualität Deutschlands, Nutzung der Innovationskraft der mittelständischen Wirtschaft, Deregulierung, Bewältigung neuer Herausforderungen durch Forschungs- und Technologiepolitik; Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie, Zurückführung der Umweltbelastung in den neuen Bundesländern, neue Signale für die Abfallwirtschaft, Förderung weltweiter Umweltpartnerschaft; Umsetzung der europäischen Integration durch Verwirklichung des Binnenmarkts, der politischen Union und der Wirtschafts- und Währungsunion sowie des Europäischen Wirtschaftsraums, erfolgreiche Beendigung der Uruguay-Runde des GATT, Unterstützung des Reformprozesses in Mittel- und Osteuropa, Ausrichtung des Wirtschaftsgipfels 1992 in München; gesamtwirtschaftliche Perspektiven für 1992: Fortsetzung des Wirtschaftswachstums mit einem Zuwachs des Bruttosozialprodukts von ca. 1,5 v.H. in den alten und etwa 10 v.H. in den neuen Ländern, soziale Abfederung der schwierigen Beschäftigungslage vor allem in Ostdeutschland, Abflachung der Preisentwicklung sowie Leistungsbilanzdefizit aufgrund anhaltend hohen Kapitalbedarfs