Jahreswirtschaftsbericht 1988 der Bundesregierung (G-SIG: 11001544)
Wirtschaftliche Lage und Perspektiven für 1988; gesamtwirtschaftliche Eckwerte: reales Wachstum des Bruttosozialprodukts von 1,5 bis 2 vH, Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 8 vH aller Erwerbspersonen und der Verbraucherpreise um 1 vH, Rückführung des Außenbeitrags und des Leistungsbilanzüberschusses; Bewältigung der neuen Herausforderungen mit der sozialen Marktwirtschaft durch Stärkung der binnenwirtschaftlichen Wachstumskräfte: Erhöhung der Attraktivität des Produktionsstandorts Bundesrepublik Deutschland, u.a. durch langfristige Reform der Unternehmensbesteuerung, Unterstützung des Strukturwandels durch mehr Wettbewerb, schnelle Anpassung auf den Märkten für Güter und Dienstleistungen, größere Flexibilität und Differenzierung bei den Tarifabschlüssen auf dem Arbeitsmarkt, höhere Qualifikation der Arbeitskräfte durch Weiterbildung und Entkoppelung der Arbeitszeiten, Verabschiedung der Steuerreform 1990, Fortsetzung einer soliden Haushaltspolitik, Deregulierungen durch ein drittes Rechtsbereinigungsgesetz und Änderung des Ladenschlußgesetzes, Neuordnung des Post- und Fernmeldewesens, Fortsetzung der Privatisierung, Geldmengenwachstum 1988 von 3 bis 6 vH, Novellierung des Börsengesetzes zwecks Gründung einer deutschen Termin- und Optionsbörse, Strukturreformen der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung; deutsche Wirtschaftspolitik im europäischen und internationalen Wettbewerb: Verwirklichung des EG-Binnenmarkts als Schwerpunkt der Präsidentschaft im 1. Halbjahr 1988, mehr Kooperation in der internationalen Währungspolitik und Stärkung des Europäischen Währungssystems, Fortentwicklung der freiheitlichen Welthandelsordnung, insbesondere in der GATT-Runde; Wettbewerbs- und Strukturpolitik, u.a. Entscheidung über eine Novellierung des Kartellgesetzes, Fortsetzung eines vorsorgenden Umweltschutzes und der Energiepolitik mit neuen Akzenten