Gesetz zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Regelungen
Umsetzung der die europäischen Vorgaben novellierenden Änderungsrichtlinien "Bessere Regulierung" (2009/140/EG) und "Rechte der Bürger" (2009/136/EG): Stärkung von Wettbewerbsentwicklung und Netzausbau, Investitionsförderung zur Breitbandversorgung, weiterer schrittweiser Abbau der sektorspezifischen Regulierung; Vorgabe langfristiger Regulierungskonzepte und Verbesserung des bestehenden Infrastrukturatlas durch die Bundesnetzagentur, Flexibilisierung bei Funkfrequenzen, optionale Fristverlängerung zur Digitalisierung des Hörfunks, Regelungen zum Daten- und Verbraucherschutz, insbes. Transparenz- und Qualitätsvorgaben unter Beachtung der Netzneutralität sowie kostenfreie Telefon-Warteschleifen, Schutz der Grundrechte auf informationelle Selbstbestimmung und Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme, Vorgaben zum Notruf, rechtsförmliche Klarstellungen und Bereinigungen, Änderung von Regelungen über die Gerichts- und Beschlusskammerverfahren, Anpassungen an die novellierte Roaming-Verordnung;<br /> <strong>Zweites Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes</strong> als Art. 1 der Vorlage (Änderung, Aufhebung und Einfügung versch. §§), Aufhebung und Änderung versch. §§ Verordnung über Notrufverbindungen; Verordnungsermächtigung, Bekanntmachungserlaubnis<br /> <br /> Bezug: Richtlinie 2002/21/EG vom 7. März 2002 über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste (Rahmenrichtlinie) (ABl. EG Nr. L 108, 24.04.2002, S. 33), Richtlinie 2002/20/EG vom 7. März 2002 über die Genehmigung elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste (Genehmigungsrichtlinie) (ABl. EG Nr. L 108, 24.04.2002, S. 21), Richtlinie 2002/19/EG vom 7. März 2002 über den Zugang zu elektronischen Kommunikationsnetzen und zugehörigen Einrichtungen sowie deren Zusammenschaltung (Zugangsrichtlinie) (ABl. EG Nr. L 108, 24.04.2002, S. 7), jeweils zuletzt geändert durch die Richtlinie 2009/140/EG (ABl. EG Nr. L 337, 18.12.2009, S. 37); Richtlinie 2002/22/EG vom 7. März 2002 über den Universaldienst und Nutzerrechte bei elektronischen Kommunikationsnetzen und -diensten (Universaldienstrichtlinie) (ABl. EG Nr. L 108, 24.04.2002, S. 51), Richtlinie 2002/58/EG vom 12. Juli 2002 über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation (Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation) (ABl. EG Nr. L 201, 31.07.2002, S. 37), jeweils zuletzt geändert durch die Richtlinie 2009/136 EG (ABl. EG Nr. L 337, 18.12.2009, S. 11); Verordnung (EG) Nr. 717/2007 (Roaming-Verordnung) (ABl. EG Nr. L 171, 29.06.2007; S. 32, ABl. EG Nr. L 167, 29.06.2009, S. 12)<br /> <br /> <strong>Beschlussempfehlung des Ausschusses: </strong>Eröffnung alternativer Infrastrukturen für den Breitbandausbau und Schaffung von Planungssicherheit für investierende Unternehmen durch vorhersehbare Regulierungsentscheidungen der Bundesnetzagentur, Ergänzung der Verbraucherschutzregelungen um Preisansageverpflichtung bei Call by Call und Sperrmöglichkeit der Bezahlfunktion bei Mobiltelefonen, Verordnungsermächtigung zur Regelung grundsätzlicher Bestimmungen zur Netzneutralität;<br /> Änderung § 2 Betriebskostenverordnung<br /> <br /> <strong>Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses: </strong>Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern bei der künftigen Frenquenzplanung, -verwaltung und -verteilung, u. a. Zustimmungserfordernis des Bundesrates bei der Frequenzverordnung und verbesserte Mitwirkungsrechte der Landesbehörden bei der Frequenznutzung<br /> <br /> <strong>Protokollerklärung der Bundesregierung zum Vermittlungsverfahren:</strong> Verpflichtung zur Herstellung einer einvernehmlichen Regelung über die i.d.R. hälftige Erlösverteilung zwischen Bund und Ländern bei der Vergabe bis dahin dem Rundfunkdienst zugewiesener Frequenzen, Erarbeitung gemeinsamer Vorschläge sowie Evaluierung und ggf. Veränderung bestehender KfW-Programme zur besseren Förderung des Breitbandausbaus