Entwicklungshilfe in Namibia vor dem Hintergrund der Äußerungen des ehemaligen Präsidenten Nujoma gegen Ausländer und Oppositionelle
Originaltext der Frage(n):<br /> <br /> Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus den Aussagen des ehemaligen Präsidenten von Namibia, Dr. h. c. Sam Nujoma, der im Mai dieses Jahres Jugendliche aufforderte „gegen Kolonialisten die Waffen aufzunehmen“ und außerdem gegen Ausländer und Oppositionelle hetzte, der im Juni 2009 während einer Wahlkampfrede explizit die deutsch-evangelisch-lutherische Kirche und „ihre weißen Freunde in Deutschland“ scharf angegriffen und angedroht hat, ihnen „in die Köpfe zu schießen“, der im September 2009 bei einer weiteren Wahlkampfveranstaltung erneut gegen Weiße hetzte und gegen die Deutschen, denn sie seien für die mangelnde Gebärfähigkeit der Hererofrauen verantwortlich, dazu aufforderte, Briten „auf die Köpfe zu schlagen“, denn sie seien Imperialisten und Kriminelle, sowie aus den seit Monaten ausstehenden offiziellen Äußerungen der namibischen Regierung zu den Drohungen Dr. h. c. Sam Nujomas?<br /> <br /> Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus der Rechtfertigung der rassistischen Äußerungen Dr. h. c. Sam Nujomas durch die Justizministerin und SWAPO-Generalsekretärin Pendukeni Iivula-Ithana insbesondere mit Wirkung auf die Ausgestaltung und die Höhe der im internationalen Vergleich überproportionalen Pro-Kopf-Entwicklungshilfe Deutschlands für Namibia, und welchen Schutz und Rückhalt für Deutschsprachige kann die deutsche Botschaft in Windhoek bieten?