Äußerungen von Mitgliedern der Koalitionsparteien zum Thema der Verschuldungssituation Griechenlands
Originaltext der Frage(n):<br /> <br /> Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus öffentlichen Äußerungen von Mitgliedern der Koalitionsparteien in der „Bild“-Zeitung vom 4. März 2010 zum Thema der Verschuldungssituation des Staates Griechenland, insbesondere die Einlassungen vom Abgeordneten Frank Schäffler (FDP), Zitat: „Die Kanzlerin darf keinen Rechtsbruch begehen, darf Griechenland keine Hilfen versprechen. Der griechische Staat muss sich radikal von Beteiligungen an Firmen trennen und auch Grundbesitz, z. B. unbewohnte Inseln, verkaufen.“ und des Vorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Dr. Josef Schlarmann, Zitat: „Ein Bankrotteur muss alles, was er hat, zu Geld machen – um seine Gläubiger zu bedienen. Griechenland besitzt Gebäude, Firmen und unbewohnte Inseln, die für die Schuldentilgung eingesetzt werden können.“<br /> <br /> Hält es die Bundesregierung für fachlich adäquat, europäisch verantwortungsvoll und dem gegenwärtigen Verhältnis zwischen Deutschland und Griechenland – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gemeinsamen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – zuträglich, Griechenland die Veräußerung von Inseln oder Firmenbeteiligungen öffentlich anzuraten?