Agrarbericht 2001 Agrar- und ernährungspolitischer Bericht der Bundesregierung (G-SIG: 14001580)
Ziele und Schwerpunkte der Agrar- und Ernährungspolitik, Wende der Landwirtschaftspolitik : seit der BSE-Krise zukünftig Vorrang des vorsorgenden Verbraucherschutzes vor wirtschaftlichen Interessen; Lage der Agrarwirtschaft: Rückgang der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um 3 %, Rückgang der Zahl der Arbeitskräfte um 1,9 %, deutliche Verbesserung der Ertragslage, Gewinne bei Einzelunternehmen um 10 %, bei Personengesellschaften um 6 %, bei juristischen Personen um 7 %, Stabilisierung der Einkommen in den Betrieben des ökologischen Landbaus, bei Obst- und Gartenbaubetrieben Gewinnanstieg, beim Weinbau Verluste gegenüber dem Vorjahr, bei Forstbetrieben Verbesserung der wirtschaftlichen Situation; Maßnahmen der Agrar- und Ernährungspolitik: Umsetzung der Agenda 2000, als Reaktion auf die BSE-Krise EU-Maßnahmen wie z.B. Exporterstattungserhöhung für lebende Tiere und Fleisch, Herauskauf von bis zu 2 Millionen über 30 Monate alten Tieren aus dem Markt oder Eröffnung der privaten Lagerhaltung für Kuhfleisch, Verbot der Tiermehlverfütterung für Nutztiere, BSE-Schnelltest für alle über 30 Monate alten geschlachteten Rinder, Forschungsintensivierung; Förderung des ökologischen Landbaus, Erhöhung der Anforderungen an die Zulassung und Vermarktung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) und eindeutige Kennzeichnung entsprechender Produkte auf EU-Ebene, Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums mit EU-Mitteln und über die Gemeinschaftsaufgabe "Agrarstruktur und Küstenschutz"(GAK) sowie u.a. auch durch nachhaltige Waldbewirtschaftung entsprechend dem Nationalen Forstprogramm 1999/2000, Verbesserung des Tierschutzes, Erlaß der Tierschutz-Hundeverordnung wegen der tragischen Zwischenfälle bei Haltungsfehlern mit gefährlichen Hunden, Weiterentwicklung des eigenständigen agrarsozialen Sicherungssystems, fester Steuersatz für den in der Landwirtschaft verbrauchten Dieselkraftstoff durch das Agrardieselgesetz ab 1.1.2001, Auswirkungen der EU-Erweiterung und der WTO-Verhandlungen